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Salzburg

Das Bundesland Salzburg kann ein vielfältiges Angebot rund um die Unterstützung zum Thema Demenz aufzeigen, das nicht nur auf Betroffene, sondern auch auf Zu- und Angehörige sowie Betreuungspersonen abgestimmt ist. Zum einen gibt es einige Einrichtungen, die bereits seit längerer Zeit gut funktionieren und zum anderen entstanden in den letzten Jahren bedarfsorientierte Angebote.

Als Besonderheit in Salzburg kann die Vernetzung dieser bestehenden Strukturen und Projekte durch die Initialisierung des Demenz Service der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) genannt werden. Insbesondere da einem einzelnen Produkt – so gut es auch sein mag – immer das Manko der Einseitigkeit anhaftet und daher erst in der Vernetzung mit anderen Angeboten einen breiteren Wirkungsansatz bieten kann. Im Rahmen einer Plattform wird in regelmäßigen Abständen zur Vernetzung mit den Steakholdern eingeladen, was in Folge das Angebot rund um Demenz für die in Salzburg lebenden Menschen verbessert.

Schwerpunkte dabei sind die zahlreichen Angebote im ambulanten Sektor sowie die zunehmende Sensibilisierung und Professionalisierung auf Demenz in der Langzeitpflege und in den Krankenhäusern.

Länderportrait

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Rückblickend auf die vergangenen zehn Jahre kann das Bundesland Salzburg ein flächendeckendes Angebot an bedarfsorientierter Unterstützung für Menschen mit Demenz und deren Zu- und Angehörigen aufzeigen. Einerseits wurden angepasst an die 7 Wirkungsziele der Demenzstrategie neue Produkte bzw. Angebote entwickelt und andererseits bereits bestehende Strukturen weiter ausgebaut und für den aktuellen Bedarf adaptiert. Ein Überblick der Leistungen im Bundesland ist im unteren Bereich unter "Umsetzungen" der Seite angeführt. 

Für die Abklärung von kognitiven Beeinträchtigungen gibt es Angebote im stationären bzw. ambulanten sowie im niedergelassenen Bereich. Wobei Abklärungen im ambulanten Setting über die Memorykliniken mittlerweile an zwei Standorten im Bundesland Salzburg angeboten werden, und zwar am Universitätsklinikum Salzburg – Christian-Doppler-Klinik, Abteilung für Neurologie und Abteilung für Geriatrie, sowie am Kardinal Schwarzenberg Klinikum im Pongau. Die Gedächtnisambulanzen bieten neben der Abklärung im Rahmen der Diagnostik bei kognitiven Störungen auch die Therapie und Verlaufskontrollen an. Am Standort der Neurologie werden ca. 600 und an der Geriatrie 240 Patientinnen und Patienten pro Jahr gezählt (Universitätsklinikum Salzburg et al. 2024).

Ambulante und stationäre Angebote - Land Salzburg

Beginnend mit dem Land Salzburg, Abteilung für Soziales, wird seit 2008 eine Pflegeberatung angeboten. Aus einem Kernteam im Zentralraum konnte die Serviceleistung aufgrund des steigenden Bedarfs stetig ausgebaut und regionalisiert werden. Seit Jänner 2023 gibt es in allen Bezirken eine Beratungsstelle, wo erfahrene Mitarbeiter:innen aus Pflege und Sozialarbeit rund um das Thema Pflege und Demenz informieren, beraten und unterstützen. Dies erfolgt telefonisch oder persönlich in den Beratungsstellen sowie auf Wunsch als Hausbesuch. Das Angebot der Demenzberatung wurde in diesem Zusammenhang seit Anfang 2022 bis Dezember 2025 insgesamt 4700-mal in Anspruch genommen (Land Salzburg: Sozialbericht 2025)

Damit Menschen mit erhöhtem Betreuungs- und/oder Pflegebedarf, insbesondere Menschen mit Demenz, länger zu Hause verbleiben und um Angehörige in ihrer Pflegetätigkeit zu entlasten, werden Angebote wie die Tagespflege in einem Tageszentrum und die Angehörigenentlastung im häuslichen Setting vom Land Salzburg finanziell gefördert. Mittlerweile gibt es 32 Tageszentren im gesamten Bundesland, im Vergleich zu 19 Tageszentren im Jahr 2014 (Land Salzburg 2024d) (Tageszentren Land Salzburg 2024). Im Herbst 2020 wurde ergänzend zu den mobilen Diensten und der stationären Tagesbetreuung die Angehörigenentlastung als neues Produkt geschaffen und bis Dezember 2025 nahezu 650-mal von pflegenden Angehörigen in Anspruch genommen (Land Salzburg: Sozialbericht 2025; Website Land Salzburg: Amt der Salzburger Landesregierung - Land Salzburg).

Obwohl auch in Salzburg die Prämisse „ambulante vor stationärer Versorgung“ gilt, nehmen Seniorenheime speziell zur Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz in einem fortgeschrittenen Stadium eine gewichtige Rolle ein. Mit Stand Dezember 2025 gibt es in Salzburg insgesamt 74 Seniorenheime, davon werden 14 bereits in Form eines Hausgemeinschaftsmodells geführt bzw. wurden Teilbereiche nach diesem Modell strukturiert. Das Ziel der Hausgemeinschaften, im Sinne einer ganzheitlichen Betreuung, ist die Schaffung einer möglichst normalen Lebenssituation durch kleinere und abgeschlossene Einheiten, was sich insbesondere bei Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen förderlich auf Alltagsfähigkeit und Teilhabe auswirken kann (Land Salzburg: Sozialbericht 2025). 

Regionale Angebote in der Stadt Salzburg

Bezogen auf die Stadt Salzburg geht man davon aus, dass 10 Prozent der Stadtbevölkerung mit dem Thema Demenz konfrontiert sind (Erkrankte und deren Zu- und Angehörige). Um eine optimale Versorgung zu ermöglichen, hat die Stadt bereits im Jahr 2015 mit ihrer Strategie „Konfetti im Kopf“ ein Bündel an Maßnahmen geschnürt. In den 3 Tageszentren der Stadt und in den städtischen Seniorenwohnhäusern wird großer Wert auf demenzsensible Pflege und Betreuung gelegt. In Angehörigentreffs steht der Umgang mit den herausfordernden Betreuungssituationen im Mittelpunkt. Darüber hinaus versucht der städtische Kontaktbesuchsdienst Menschen mit Demenz durch Hilfsmaßnahmen ein Leben zu Hause zu ermöglichen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Schulung systemrelevanter Berufsgruppen und wichtiger Stakeholder. „Konfetti im Kopf“ steht für einen inklusiven Umgang mit Menschen mit Demenz und unter der Devise, ein gutes Leben für alle zu ermöglichen (Konfetti im Kopf - Für eine demenzfreundliche Stadt Salzburg)

Demenz Service Salzburg

Das Präventionsprojekt Demenz Service Salzburg besteht seit 2020 und wird gemeinsam mit den Organisationen Caritas, Diakoniewerk, Hilfswerk und der Pflegeberatung des Landes Salzburg umgesetzt. Das Demenz Service Salzburg verfolgt das Ziel der Prävention pflegender Angehöriger durch Beratungen, Vorträge und Angehörigenkurse. Konkret umfasst das Projekt 4 kostenlose Maßnahmen: Demenz-Telefon, Demenzberatung, Informationsveranstaltungen und Kurse sowie die Koordinationsstelle. Letzteres ist die Projektleitung sowie Budgetverwaltung und die erste Anlaufstelle für pflegende Angehörige. Darüber hinaus beinhaltet sie die Organisation, Abrechnung und Evaluation der Angebote und dient als Informationsdrehscheibe für Stakeholder aus dem intra- und extramuralen Bereich.

Alle Angebote des Demenz Service Salzburg wurden multiperspektivisch und methodisch von Jänner 2022 bis Februar 2024 durch das Institut für Gesundheitsförderung und Prävention GmbH (IfGP) evaluiert. Dabei kamen insgesamt 3 Instrumente zum Einsatz: standardisierte und quantitative Fragebögen, Telefoninterviews (Leitfadeninterviews) und eine Fokusgruppe. Im Vergleich des Jahres 2022 mit 2023 zeigt sich, dass alle Angebote im steigenden Ausmaß in Anspruch genommen wurden. Zum Beispiel konnten 2022 bei insgesamt 31 Veranstaltungen mehr als 450 Teilnehmer:innen gezählt werden. Im Vergleich dazu zeigt sich bei 44 Angeboten, die im Jahr 2023 bereitgestellt wurden, eine Verdoppelung der Teilnehmer:innen auf nahezu 1.100. Auffallend dabei ist der überwiegend weibliche Anteil der Interessierten (Österreichische Gesundheitskasse 2024).

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Im Bereich Pflege und Betreuung nehmen Menschen mit demenziellen Erkrankungen einen hohen Stellenwert ein. Dementsprechend sind Betreuungsangebote sowie Maßnahmen zur Enttabuisierung und Hilfe zur Selbsthilfe bereits flächendeckend und bedarfsorientiert ausgebaut. Als Steuerungsinstrument um Bedarfe zu erfassen und geeignete Maßnahmen zu planen, dient unter anderem die Plattform Pflege, mittlerweile in der dritten Version. In diesen Foren kommen Vertreter:innen aus Politik, Verwaltung, Expertinnen und Experten und Stakeholder mit dem Ziel zusammen, das Pflegesystem in Salzburg nachhaltig zu verbessern und zukunftsfähig zu gestalten (Land Salzburg: Sozialbericht 2025). 

Eine weitere Herausforderung zeigt sich in Hinblick auf die steigende Nachfrage nach medizinischer Abklärung und Therapie – und dies in Einklang mit verfügbaren Ressourcen, insbesondere an den Standorten der Gedächtnisambulanzen (Universitätsklinikum Salzburg et al. 2024).

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Der Fokus liegt neben der Verbesserung des Zugangs zur medizinischen Demenzabklärung und therapeutischen Begleitung auf einer bedarfsorientierten Versorgung von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen und der Entlastung des pflegenden sozialen Umfeldes. Im Rahmen der bereits erwähnten Plattform Pflege I-III wurde als Antwort auf die fehlenden Ressourcen von Mitarbeiter:innen im Pflegebereich ein umfassendes Maßnahmenpaket geschnürt, einerseits zur Attraktivierung des Pflegeberufes und andererseits, um Pflegepersonen und vor allem auch pflegende Angehörige zu entlasten und somit die Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern.

Als weiterer Ansatz zur Berücksichtigung des besonderen Bedarfs von Menschen mit Demenz in der Langzeitpflege sowie zur Entlastung pflegender Angehöriger wurden gesetzliche Rahmenbedingungen zur Verbesserung der Strukturqualität geschaffen. Eine Verordnung der Salzburger Landesregierung regelt in diesem Sinne seit 2015 die Richtlinien für die Errichtung, Ausstattung und den Betrieb bestehender und somit auch zukünftiger Senioren- und Seniorenpflegeheimen sowie Tageszentren (Bundeskanzleramt der Republik Österreich 2024).

Wenn nicht hier verlinkt, befinden sich die Literaturangaben im Kurzbericht Umsetzung der österreichischen Demenzstrategie in den Bundesländern. 

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Umsetzungen

 

Sensibilisierung und Teilhabe

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Träger: Verein Rollende Herzen, Finanzierung durch die Thoolen Foundation Vaduz
Region: Salzburg
Wirkungsziele: Teilhabe und Selbstbestimmung der Betroffenen sicherstellen, Information breit und zielgruppenspezifisch ausbauen, Wissen und Kompetenz stärken, Demenzgerechte Versorgungsangebote sicherstellen und gestalten

Das Projekt umfasst mehrere Angebote:

  • Pinzgauer Demenzcafe: Findet einmal monatlich, jeweils zwei Stunden statt und ist für Betroffene (zur kostenlosen Entlastung pflegender Angehöriger) und speziell für pflegende Angehörige zum Austausch, Information und Beratung. Es gibt zwei Standorte im Pinzgau: in Zell am See/Schüttdorf und in Uttendorf. Auf Anfrage können auch andere Pinzgauer Gemeinden ein mobiles Demenzcafe kostenlos buchen.
  • EVA (Entlastung-Validierung-Aktivierung): Angebot zur Entlastung pflegender Angehöriger und dies kostenlos für drei Stunden pro Monat im häuslichen Setting.
  • Telefonische Beratungsgespräche: Bedarfsorientierte Vernetzung und Vermittlung zu anderen Einrichtungen
  • Qualifikationen der Mitarbeiter*innen: Validation nach Naomi Feil, Demenzausbildung, Beratungskompetenz

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Träger: Stadt Salzburg
Region: Salzburg
Wirkungsziele: Teilhabe und Selbstbestimmung der Betroffenen sicherstellen, Information breit und zielgruppenspezifisch ausbauen, Wissen und Kompetenz stärken

Im Rahmen der „Demenzfreundlichen Stadt“ wird Sensibilisierung gefördert, Barrierefreiheit gewährleistet, soziale Teilhabe unterstützt sowie kulturelle Angebote und Bildungsprogramme entwickelt. Darüber hinaus werden konkrete Unterstützungen und Beratungen direkt in den stadtteilbezogenen Einrichtungen der Bewohnerservices und in diversen privaten und öffentlichen Einrichtungen angeboten.
Die Koordination erfolgt im Magistrat Salzburg (siehe Link Team Vielfalt).

  • Team Vielfalt: Projekte, Veranstaltungen und Angebote im Rahmen der Initiative „Konfetti im Kopf“
  • Seniorenberatung: mit Schwerpunkt auf Demenzerkrankungen mit besonderem Fokus auf Einzelberatungen
  • Senioreneinrichtungen
  • Diakoniewerk
  • Gedächtnistrainingsakademie- GTA

Links:

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Träger: Land Salzburg
Region: Salzburg
Wirkungsziele: Information breit und zielgruppenspezifisch ausbauen, Wissen und Kompetenz stärken, Qualitätssicherung und -verbesserung durch Forschung

Die Volkshilfe bietet mehrere Angebote zur Entlastung und Hilfestellung für Menschen mit Demenz und deren Zu- und Angehörigen:

  • Beratungs- und Entlastungsgespräche für Betroffene und pflegende Angehörige, und dies kostenlos telefonisch, persönlich oder auf Wunsch auch im Rahmen eines Hausbesuches.
  • Ein weiteres Angebot ist der „Entlastungskompass“ - ein wissenschaftlich fundierter Gesprächsleitfaden zur Analyse der Situation von pflegenden Angehörigen, der in Folge die Auswahl individueller Maßnahmen zur Entlastung ermöglicht.
  • Im Rahmen der Wissensvermittlung werden Vorträge angeboten, ebenso findet man auf der Homepage wertvolle Informationen, rund um das Thema Demenz. Um eine Sensibilisierung in verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens zu bewirken, können auch Vorträge für Unternehmen, Gemeinden, Vereine etc. gebucht werden.
  • Darüber hinaus wird durch den Demenzhilfefond eine einmalige finanzielle Unterstützung, unter bestimmten Bedingungen, angeboten.

Zur Demenzberatung

Die Pflegeberatung des Landes bietet flächendeckend im Bundesland Salzburg Information, Beratung und Unterstützung in allen Fragen, rund um das Thema Pflege. Um speziell auf Anfragen zum Thema Demenz eingehen zu können, haben Mitarbeiter*innen der Pflegeberatung diverse Ausbildungen zum Thema Demenz absolviert (APN für Demenz/Delir, MAS-trainer*in, Fortbildungen zum Thema Demenz).

Sie können nunmehr An- und Zugehörige qualifiziert über eine angemessene, ressourcenorientierte Betreuung im jeweiligen Stadium der dementiellen Erkrankung informieren und passende Leistungen empfehlen. Darüber hinaus fungieren sie auch als Vernetzungspartner zwischen den verschiedenen Angeboten. Diese professionelle Beratung wird in verschiedenen Settings angeboten: telefonisch, persönlich im Amt der Landesregierung und mobil bei den Kund*innen zu Hause.

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Demenzversorgung

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Träger: Land Salzburg, Salzburger Landeskliniken, Tauernkliniken
Region: Salzburg
Wirkungsziele: Teilhabe und Selbstbestimmung der Betroffenen sicherstellen, Wissen und Kompetenz stärken, Demenzgerechte Versorgungsangebote sicherstellen und gestalten, Qualitätssicherung und -verbesserung durch Forschung

Die pflegegeleitete Übergangspflege, analog zum englischen Begriff „Transitional Care“, bietet Menschen Unterstützung beim Übergang vom Krankenhaus ins häusliche Umfeld, insbesondere wenn diese durch Krankheiten und veränderte Lebenssituationen in ihrer Bewältigung eingeschränkt sind. Da ein Übergang erst mit dem Zustand der Stabilisierung endet, erstreckt sich die Betreuung über mindestens ein Monat. Nach dem Grundsatz der „Hilfe zur Selbsthilfe“ werden neben der Abklärung der häuslichen Situation, im Rahmen der Ressourcenorientierung, Trainingsprogramme zur Forcierung der Selbsttätigkeit und Selbstwirksamkeit durchgeführt.

  • Ein Betreuungsschwerpunkt umfasst auch die Begleitung von Menschen mit Demenz. Im Rahmen der Ressourcenorientierung können die Betroffenen länger aktiv und selbstbestimmt im häuslichen Umfeld verbleiben. Ergänzend dazu wirkt sich der systemische Ansatz unterstützend und entlastend auf die Zu- und Angehörigen aus, die meist schon eine längere Betreuungsgeschichte hinter sich haben. Das Ziel ist eine weitgehend selbstständige Lebensbewältigung im häuslichen Umfeld. Bei notwendigen Bedarf von externen Hilfeleistungen und –angeboten, fungiert die Übergangspflege in einer Broker-Funktion.
  • Übergangspflege wird im Bundesland Salzburg flächendeckend angeboten, einerseits in allen Häusern der Salzburger Landeskliniken und im Tauernklinikum. Der Betreuung liegt ein methodischer und theoriegeleiteter Pflegeprozess zugrunde, der bereits wissenschaftlich evaluiert wurde. Ebenso werden regelmäßig deskriptive Daten gesammelt und statistisch ausgewertet, auf deren Grundlage Anpassungen stattfinden können.

Links:

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Träger: Gemeinnütziges Pflegezentrum Salzburg GmbH, Land Salzburg
Region: Salzburg
Wirkungsziel: Demenzgerechte Versorgungsangebote sicherstellen und gestalten

Das Gunther-Ladurner-Pflegezentrum, eine auf neurologische Erkrankungen spezialisierte Pflegeeinrichtung, wurde bereits im Jahr 2013 eröffnet. Sie verfügt über einen Schwerpunkt für Menschen mit dementiellen Erkrankungen mit 29 Plätzen. Die Räumlichkeiten und Funktionalität der Betreuungs- und Pflegestation wurden speziell den Bedürfnissen von Menschen mit Demenz im fortgeschrittenen Stadion angepasst. Das Konzept beinhaltet auch die Möglichkeit des Herumwanderns und Verweilen auf Stationsebene im Wohnbereich und in den eigens dafür entworfenen Demenzgarten, dieser ist geregelt in der Verordnung der Salzburger Landesregierung (LGBl Nr 61/2015).

Die Betreuungsphilosophie - „integrationsbegleitende Betreuung und Pflege“ (IBP©) – ist auf folgende Ziele ausgerichtet:

  • Bewohner:innen sollen dabei unterstützt werden, ihre Lebensgewohnheiten beizubehalten.
  • Begleitet mit der für sie erforderlichen Pflege sollen sie ihren Alltag, so eigenständig wie möglich und so betreut wie gewünscht, gestalten können.

Pflegerische Schwerpunkte sind: großes Einfühlungsvermögen, Einbindung der Angehörigen und Bezugspersonen in den Pflegeprozess, Biografiearbeit, Sicherheit und Geborgenheit vermitteln, Vertrauen schaffen, Animation. Therapeutische Angebote (nach ärztlicher Anordnung) umfassen Physio-, Ergotherapie und Logopädie.

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Träger: Land Salzburg, Salzburger Landeskliniken
Region: Salzburg
Wirkungsziele: Demenzgerechte Versorgungsangebote sicherstellen und gestalten, Qualitätssicherung und -verbesserung durch Forschung

Im Uniklinikum Salzburg gibt es am Standort Christian Doppler Klinik zwei Gedächtnisambulanzen, die nach fachärztlicher Zuweisung infolge kognitiver Störungen, Diagnostik, Therapie und Verlaufskontrollen anbieten. 
Die Zuständigkeit der beiden Anlaufstellen unterscheidet sich je nach Alter der Zielgruppen. Anmeldungen von Menschen über 80 Jahren erfolgen über die Gedächtnisambulanz der Geriatrie und unter 80 Jahren ist die Memory Klinik am Standort der Neurologie zuständig.

Folgende Leistungen werden angeboten: Neuropsychologische Testung, Anamnese, Neurologische Untersuchung, spezielle Blut- und Liquoranalyse, EEG, MEG sowie bildgebende Verfahren wie SPECT, FDG Amyloid PET. Geplant sind auch Maßnahmen zur Durchführung und Begleitung spitalsgebundener Therapien.

LINKS: 

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Träger: Land Salzburg, Gemeinden, private Träger
Region: Salzburg
Wirkungsziel: Demenzgerechte Versorgungsangebote sicherstellen und gestalten

Im Bundesland Salzburg werden seit 2014 zunehmend die Seniorenheime nach dem Hausgemeinschaftsmodell umgestaltet. In Kombination mit den „klassischen“ Senioreneinrichtungen gibt es aktuell in Stadt- und Land Salzburg 74 Einrichtungen zur Langzeitpflege.

Erwähnenswert ist diesem Zusammenhang auch das Angebot von Demenzgärten. Einige Seniorenpflegeheime verfügen bereits über einen Demenzgarten bzw. haben dieses Projekt in Planung. Wie der Name schon sagt, sind diese speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit dementiellen Erkrankungen ausgerichtet. Deren Errichtung, Ausstattung und Betrieb ist in den Richtlinien für die Errichtung, die Ausstattung und den Betrieb von Senioren- und Seniorenpflegeheimen und Tageszentren (LGBl Nr 61/2015) geregelt.

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Träger: Leaderregion Verein LAG Salzburger Seenland, Diakoniewerk Salzburg, Marktgemeinde Mattsee, Marktgemeinde Straßwalchen
Region: Salzburg
Wirkungsziele: Information breit und zielgruppenspezifisch ausbauen, Wissen und Kompetenz stärken, Demenzgerechte Versorgungsangebote sicherstellen und gestalten

  • Demenzberatung im Salzburger Seenland durch das Diakoniewerk Salzburg
  • Ausklang für Demente im Nachtcafe` (Projektträger Marktgemeinde Straßwalchen): Gruppen mit 6-8 Betroffenen (Demenz, Unruhe) werden durch eine Mitarbeiterin in den Abendstunden begleitet
  • (Dr) Auszeit (Projektträger Marktgemeine Mattsee): der Garten vom Haus Weyerbucht wurde zu einem Demenzgarten umgestaltet.

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Träger: Land Salzburg, Gemeinden, private Träger
Region: Salzburg
Wirkungsziel: Demenzgerechte Versorgungsangebote sicherstellen und gestalten

Tageszentren sind ein Angebot vor allem auch für Menschen mit dementiellen Erkrankungen, die an flexiblen und bedarfsorientierten Besuchszeiten, während des Tages, eine pflegerische Betreuung suchen. Dadurch soll der Verbleib in der eigenen Wohnung ermöglicht, Gesellschaft und sozialer Kontakt gefördert oder Angehörige in ihrer Pflegetätigkeit entlastet werden. Im Land Salzburg wird dieses Angebot laufend ausgebaut. Aktuell gibt es 30 Tageszentren und weitere Projekte sind in Planung.

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Träger: SALK - Land Salzburg; Kardinal Schwarzenberg Klinikum - Barmherzige Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul
Region: Salzburg
Wirkungsziel: Demenzgerechte Versorgungsangebote sicherstellen und gestalten

Medizinisch/pflegerische Schwerpunkte

An den Standorten der SALK (Salzburger Landeskliniken) - UK für Geriatrie, UK für Neurologie, neurologische Intensivmedizin und Neurorehabilitation, UK für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik - haben die Themen Demenz im Krankenhaus sowie Delirprävention und -behandlung hohe Priorität. Weiters ist die Universitätsklinik für Orthopädie und Traumatologie als Alterstraumatologie-Zentrum zertifiziert und bietet in diesem Kontext individuelle interdisziplinäre Expertise für geriatrische PatientInnen an. Ein strukturiertes interprofessionelles Delirmanagement ist dort seit einigen Jahren etabliert.

Einen weiteren Beitrag zu einer demenzsensiblen Krankenhauskultur leistet die Innovative Altersmedizin und Pflege (IAM), welche in den Landeskliniken Hallein und St. Veit umgesetzt wird. Dort unterstützt ein interdisziplinäres Team durch individuelle Therapieplanung, aktivierende Angebote und ein strukturiertes Delirpräventionskonzept ältere PatientInnen dabei, ihre Selbstständigkeit zu erhalten und ihre Lebensqualität zu fördern.

Demenznurse-Weiterbildung

Seit einigen Jahren werden in den SALK Pflegepersonen als Demenznurses weitergebildet (§ 64 GuKG). Diese Pflegepersonen verfügen über ein vertieftes Wissen im Bereich Demenz und Delir und wirken in den jeweiligen Fachabteilungen auch in Hinblick auf Weitergabe erworbener Kompetenzen (auch für An- und Zugehörige) als „Wissens-Multiplikatoren“. Die Teilnahme von Pflegepersonen aus anderen Krankenanstalten (außerhalb der SALK) ist möglich.

APN-Implementierung

Ergänzend zum Multiplikatorensystem werden seit mehreren Jahren in der SALK PflegeexpertInnen APNs (Advanced Practice Nurses) mit fachlichem Schwerpunkt Demenz und/oder Delir eingesetzt. Diese Pflegepersonen haben einen konsekutiven Masterabschluss, erweiterte Fachkenntnisse und klinische Fähigkeiten in der Versorgung von Menschen mit Demenz und/oder Delir. Sie arbeiten interprofessionell mit unterschiedlichsten Berufsgruppen zusammen und übernehmen die pflegerisch-fachliche Führung in der Implementierung von Demenz- und Delirkompetenz in den SALK.

Links:

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Träger: SAGES- Salzburger Gesundheitsfonds und Land Salzburg
Region: Lungau, Pongau, Pinzgau, Tennengau, Region Obersteiermark- Enns-Pongau, Schladming
Wirkungsziele: Teilhabe und Selbstbestimmung der Betroffenen sicherstellen, Information breit und zielgruppenspezifisch ausbauen, Wissen und Kompetenz stärken, Demenzgerechte Versorgungsangebote sicherstellen und gestalten

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Träger: SAGES- Salzburger Gesundheitsfonds 
Region: Salzburg Stadt, Flachgau, Tennengau
Wirkungsziele: Teilhabe und Selbstbestimmung der Betroffenen sicherstellen, Wissen und Kompetenz stärken, Demenzgerechte Versorgungsangebote sicherstellen und gestalten

Angebot einer Anschlussbetreuung im Sinne einer dezentralen Behandlung für Gerontopsychiatrische Patientinnen/Patienten (ab 65 Jahre), nach einem Krankenhausaufenthalt auf der Gerontopsychiatrischen Station am Uniklinikum Salzburg.
Das interdisziplinäre Team besteht aus Pflegepersonen gehobener Dienst, Sozialarbeiterinnen/Sozialarbeitern und Psychologinnen/Psychologen.

Link:
Integrierte Versorgung Gerontopsychiatrie
 

Forschung und Qualität

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Träger: ÖGK Salzburg, Netzwerkpartner*innen (Land Salzburg, Sozialvereine, Erzdiözese, SALK, Ärztekammer, etc.)
Region: Salzburg
Wirkungsziele: Teilhabe und Selbstbestimmung der Betroffenen sicherstellen, Information breit und zielgruppenspezifisch ausbauen, Wissen und Kompetenz stärken, Rahmenbedingungen einheitlich gestalten, Demenzgerechte Versorgungsangebote sicherstellen und gestalten, Betroffenenzentrierte Koordination und Kooperation ausbauen, Qualitätssicherung und -verbesserung durch Forschung

Das Demenzservice Salzburg dient zur besseren Vernetzung der Zielgruppen und Stakeholder, um Ressourcen zu bündeln und gemeinsame Schritte zur Unterstützung der Betroffenen und ihren Angehörigen zu setzen. Mit Hilfe der Stakeholder im System soll ein Nahtstellenmanagement aufgebaut werden, um die Versorgungsleistungen mit gleichbleibenden Ressourcen zu verbessern.
Das Demenzservice Salzburg verfolgt zwei Ansätze, mit dem Ziel, Menschen mit Demenz ein würdiges und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

  • Demenzservice als Plattform und Netzwerk: in regelmäßigen Abständen werden die Steakholder im System zur gemeinsamen Interaktion eingeladen. Dabei werden die einzelnen Angebote und Projekte im Rahmen von Kurzvorträgen vorgestellt. Ebenso gibt es dabei immer ein Zeitfenster zur gegenseitigen Vernetzung. Es findet zweimal jährlich in Präsenz statt, bzw. auch öfters bei Bedarf.
  • Direktes Angebot von Leistungen für Betroffene und pflegende Angehörige: Koordination von Angeboten mit Kooperationspartner*innen im ganzen Bundesland.
    • Vorträge, Kurse für Angehörige, Gedächtnistage und Beratungen mit dem Kooperationspartnern Caritas Salzburg, Diakoniewerk Salzburg und Hilfswerk Salzburg
    • Die Pflegeberatung Land Salzburg bietet als Vernetzungspartner kostenlose Demenzberatungen telefonisch, persönlich oder direkt im häuslichen Setting an.
  • Regelmäßige Datensammlung und statistische Auswertung der in Anspruch genommenen Leistungen.
     

Links: