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Burgenland

Autorin: Daniela Strobl 

Die demografische Entwicklung führt dazu, dass die Versorgung von Menschen mit Demenz zunehmend an Bedeutung gewinnt. Aufgrund der steigenden Lebenserwartung ist von einer kontinuierlichen Zunahme der Zahl der Menschen mit Demenz auszugehen. Damit steigen auch die Anforderungen an Früherkennung, Diagnostik, medizinische und pflegerische Versorgung sowie an die Unterstützung von An- und Zugehörigen. Um diesen Herausforderungen nachhaltig zu begegnen, sind abgestimmte Strategien und eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung bestehender Versorgungs- und Unterstützungsangebote erforderlich.

Länderportrait

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Aufbauend auf der Österreichischen Demenzstrategie wurden im Burgenland seit deren Einführung vor rund zehn Jahren zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, um die Lebensqualität von Menschen mit Demenz und ihren An- und Zugehörigen zu verbessern. Schwerpunkte lagen dabei auf der Weiterentwicklung bedarfsgerechter Versorgungs- und Unterstützungsangebote, der Qualifizierung von Fach- und Betreuungskräften sowie der Verbesserung von Beratung, Begleitung und Vernetzung.

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Das Burgenland verfügt über ein breites und bedarfsgerechtes Unterstützungs- und Versorgungsangebot für Menschen mit Demenz sowie deren An- und Zugehörige. Die Weiterentwicklung orientiert sich an den Wirkungszielen der Österreichischen Demenzstrategie und basiert auf wissenschaftlich fundierten Berechnungen der Bevölkerungsentwicklung sowie des zukünftigen Bedarfs in den Leistungsbereichen der Alten- und Langzeitpflege.

Die Angebote wurden in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut und umfassen den gesamten Versorgungspfad, von Information und Beratung über mobile Unterstützungs- und Betreuungsangebote bis hin zu spezialisierten Betreuungs- und Pflegeformen. 
Ziel ist es, Menschen mit Demenz möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben in ihrer gewohnten Umgebung zu ermöglichen und An- und Zugehörige durch bedarfsgerechte Beratungs-, Schulungs- und Entlastungsangebote zu unterstützen. 

Kann eine Betreuung im häuslichen Umfeld nicht mehr ausreichend sichergestellt werden, stehen abgestufte Betreuungs- und Pflegeangebote zur Verfügung, die eine dem individuellen Bedarf und Krankheitsverlauf entsprechende Versorgung ermöglichen und dabei Selbstbestimmung, Teilhabe und Lebensqualität bestmöglich unterstützen

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Die in den vergangenen Jahren geschaffenen Strukturen bilden eine gute Grundlage für die weitere Entwicklung der Demenzversorgung im Burgenland. Eine zentrale Herausforderung besteht darin, Menschen mit Demenz und ihre An- und Zugehörigen frühzeitig zu erreichen und ihnen Orientierung im Versorgungssystem zu geben. Die zunehmende Bekanntheit bestehender Unterstützungsstrukturen bietet die Chance, den Zugang zu geeigneten Ansprechpersonen zu erleichtern und eine bedarfsgerechte Begleitung entlang des Krankheitsverlaufs zu fördern.

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Das Burgenland befindet sich derzeit in einer umfassenden Ausbauphase der Pflege- und Betreuungsstrukturen. Mit dem Zukunftsplan Pflege werden die Versorgungsangebote bedarfsorientiert weiterentwickelt und an die demografischen Herausforderungen angepasst. Die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz und ihren An- und Zugehörigen werden dabei als wesentlicher Bestandteil der zukünftigen Versorgungsplanung berücksichtigt. Ziel ist es, eine qualitätsvolle und bedarfsgerechte Versorgung entlang des gesamten Krankheitsverlaufs nachhaltig sicherzustellen.

Errichtung eines Demenzzentrums in Rechnitz

Mit dem bereits erfolgten Baubeginn wird in Rechnitz ein spezialisiertes Demenzzentrum für das Südburgenland errichtet. Die Fertigstellung ist nach aktuellem Planungsstand für Ende 2027 vorgesehen. Das Zentrum wird künftig 63 Langzeitpflegeplätze umfassen, darunter eine speziell konzipierte Pflegeoase für Menschen mit schwerer Demenz.

Das geplante Raum- und Betreuungskonzept orientiert sich an den besonderen Bedürfnissen von Menschen mit Demenz. Unterschiedlich gestaltete Aufenthaltsbereiche greifen Themen wie kreatives Gestalten, Lesen, Spielen sowie Hören, Riechen und Fühlen auf und sollen Möglichkeiten für Aktivierung, Begegnung und Rückzug bieten. Ergänzend sind Therapieräumlichkeiten sowie ein Snoezelenraum mit einer reizarmen und beruhigenden Gestaltung vorgesehen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der demenzgerechten Gestaltung der Außenbereiche. Terrassen und Demenzgarten werden barrierefrei und rollstuhlgerecht zugänglich gestaltet. Die Wegeführung als Achterschleife bietet Raum für selbstständige und sichere Bewegung.
Mit der Errichtung des Demenzzentrums werden die spezialisierten Pflege- und Betreuungsangebote im Burgenland weiter ausgebaut und die qualitätsvolle, bedürfnisorientierte Versorgung von Menschen mit Demenz langfristig gestärkt. Das Demenzzentrum wird vom Land Burgenland errichtet und künftig von der Caritas betrieben.
 

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Umsetzungen 

Sensibilisierung und Teilhabe

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Träger: Land Burgenland
Region: Burgenland
Wirkungsziele: Information breit und zielgruppenspezifisch ausbauen

Kontakt: Pflegeatlas Burgenland - Land Burgenland

Der Pflegeatlas Burgenland bietet einen umfassenden Überblick über die Pflege-, Betreuungs- und Unterstützungsangebote im Burgenland. Er informiert über Beratungsstellen, mobile, teilstationäre und stationäre Versorgungsangebote sowie über Fördermöglichkeiten und weitere Unterstützungsleistungen. Damit bietet er pflege- und betreuungsbedürftigen Menschen, einschließlich Menschen mit Demenz, sowie deren An- und Zugehörigen eine Orientierung über bestehende Angebote und erleichtert den Zugang zu weiterführenden Informationen.

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Träger: Land Burgenland
Region: Burgenland
Wirkungsziele: Information breit und zielgruppenspezifisch ausbauen, Wissen und Kompetenz stärken, Betroffenenzentrierte Koordination und Kooperation ausbauen

Die Pflege- und SozialberaterInnen sind die zentrale Anlaufstelle für Fragen rund um Pflege, Betreuung und Unterstützung im Burgenland. Die Beratung richtet sich an Menschen mit Pflege- und Betreuungsbedarf, einschließlich Menschen mit Demenz, sowie an deren An- und Zugehörige.

Die Pflege- und SozialberaterInnen sind diplomierte Gesundheits- und KrankenpflegerInnen und verfügen darüber hinaus über umfassende Beratungskompetenz sowie fundierte Kenntnisse der Pflege-, Betreuungs- und Unterstützungsangebote im Burgenland. Sie informieren und beraten zu geeigneten Unterstützungs- und Versorgungsmöglichkeiten, Förderungen und Finanzierungsmöglichkeiten sowie zu den erforderlichen Schritten für deren Inanspruchnahme.

Als zentrale fachliche Drehscheibe unterstützen die Pflege- und SozialberaterInnen bei der Vernetzung mit Pflegeorganisationen, ÄrztInnen, TherapeutInnen, Behörden sowie weiteren Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialsystems. Eine direkte Vernetzung besteht auch mit der Gesundheitsberatung 1450, die bei erkanntem Pflege- oder Unterstützungsbedarf die Weiterleitung an die Pflege- und Sozialberatung veranlasst. Die Pflege- und SozialberaterInnen koordinieren bei Bedarf die erforderlichen Unterstützungsleistungen, stimmen diese aufeinander ab und entwickeln gemeinsam mit den Betroffenen und ihren An- und Zugehörigen passende Lösungen für die individuelle Lebens- und Versorgungssituation.

Das Angebot ist wohnortnah in den burgenländischen Pflegeregionen verfügbar und wird im Zuge des Ausbaus des Pflege- und Betreuungsstützpunktsystems zunehmend an den regionalen Stützpunkten verankert. Die Beratung kann auch im häuslichen Umfeld erfolgen.

Alles Clara App

Als ergänzender digitaler Zugang zur Pflege- und Sozialberatung steht die kostenlose Alles Clara App zur Verfügung. Sie ermöglicht eine orts- und zeitunabhängige Kontaktaufnahme mit den Pflege- und SozialberaterInnen und bietet individuelle Beratung und Orientierung bei Fragen rund um Pflege, Betreuung und Unterstützung. Die App ist im App Store und bei Google Play unter „Alles Clara“ verfügbar. Die kostenlose Nutzung ist nach Registrierung mit einer burgenländischen Postleitzahl oder mit dem Zugangscode „clara-bgld“ möglich.

 

Demenzgerechte Versorgung

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Träger: Diakonie Südburgenland
Kooperation: Stadtgemeinde Oberwart
Region: Oberwart, Südburgenland
Wirkungsziel: Information breit und zielgruppenspezifisch ausbauen, Wissen und Kompetenz stärken 

Das Demenz-Café in Oberwart bietet Menschen mit Demenz, deren An- und Zugehörigen sowie Interessierten einen regelmäßigen Treffpunkt für Begegnung, Austausch und Information. Vermittelt werden fachliche Informationen rund um Demenz sowie zu Kommunikation, Begleitung und zum Umgang mit der Erkrankung. Dabei fließen langjährige Erfahrungen aus der Demenzbegleitung im Tageszentrum „Seniorengarten“ und in der Wohngemeinschaft „Demenz(im)Zentrum“ in Oberwart ein.

Neben der Wissensvermittlung stehen gemeinsame Gespräche, Erfahrungsaustausch, Geselligkeit und das Erleben von Gemeinschaft im Mittelpunkt. Das Demenz-Café wird von der Diakonie Südburgenland in Kooperation mit der Stadtgemeinde Oberwart angeboten und findet im VIVIO-Treff in Oberwart statt. Die aktuellen Termine und Programme werden auf der Homepage der Stadtgemeinde bekanntgegeben.
 

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Träger: Selbsthilfegruppe Demenz 
Region: Burgenland
Wirkungsziel: : Teilhabe und Selbstbestimmung der Betroffenen sicherstellen, Information breit und zielgruppenspezifisch ausbauen, Wissen und Kompetenz stärken 

Kontakt: Selbsthilfegruppen - Land Burgenland, Selbsthilfe Burgenland, Demenz

Die Selbsthilfegruppe Demenz „Treffpunkt V.ER.A.“ steht für Vergessen, Erinnern, Austauschen und bietet Menschen mit Demenz und ihren An- und Zugehörigen regelmäßige Möglichkeiten für Begegnung, Austausch und gegenseitige Unterstützung. Die Treffen finden an mehreren Standorten im Burgenland statt und schaffen einen Rahmen, um Erfahrungen auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und Gemeinschaft zu erleben.
Ergänzend zu den regelmäßigen Treffen wird das Angebot durch gemeinsame Aktivitäten wie geführte Museumsbesuche und Musiknachmittage erweitert.
Die aktuellen Termine werden auf der Homepage von Selbsthilfe Burgenland sowie über die Social-Media-Kanäle der Selbsthilfegruppe auf Facebook und Instagram bekanntgegeben.
 

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Träger: Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Eisenstadt
Region: Burgenland
Wirkungsziel: Demenzgerechte Versorgungsangebote sicherstellen und gestalten, Rahmenbedingungen einheitlich gestalten
Kontakt:  Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Eisenstadt: Ambulanz für Demenzerkrankungen

Am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Eisenstadt besteht eine spezialisierte Ambulanz für Demenzerkrankungen. Aufbauend auf einer Erstabklärung durch HausärztInnen und niedergelassene FachärztInnen für Neurologie erfolgt bei Bedarf eine weiterführende Diagnostik unterschiedlicher Demenzformen sowie die Einleitung einer entsprechenden Therapie. Bei diagnostizierter Alzheimer-Demenz kann zudem die Eignung für eine spezifische Antikörpertherapie geprüft werden. Die Betreuung erfolgt multiprofessionell und in Zusammenarbeit mit weiteren Fachbereichen. 

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Träger: Soziale Dienste Burgenland GmbH
Region: Burgenland
Wirkungsziele: Teilhabe und Selbstbestimmung der Betroffenen sicherstellen, Demenzgerechte Versorgungsangebote sicherstellen und gestalten, Wissen und Kompetenz stärken, Information breit und zielgruppenspezifisch ausbauen, Betroffenenzentrierte Koordination und Kooperation ausbauen

Das Angebot der Mobilen Demenzbegleitung wurde im Rahmen eines Pilotprojekts zur Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit einer Demenzerkrankung initiiert. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz ins Leben gerufen und ab dem Jahr 2008 von der Volkshilfe Burgenland umgesetzt. 
Mit 1. April 2026 wurde die Mobile Demenzbegleitung von den Sozialen Diensten Burgenland übernommen und wird seither von den Sozialen Diensten Burgenland weitergeführt und weiterentwickelt. Das Angebot wird seit Beginn maßgeblich durch das Land Burgenland mitfinanziert und ist ein wesentlicher Bestandteil der demenzspezifischen Versorgungsstruktur im Burgenland. 
Als erste Anlaufstelle steht die Pflege- und Sozialberatung der Sozialen Dienste Burgenland zur Verfügung. Das Beratungsgespräch ist kostenlos und dient der individuellen Bedarfserhebung sowie der Koordination der weiteren notwendigen Schritte.
Besteht ein konkreter Verdacht auf eine demenzielle Erkrankung oder liegt bereits eine entsprechende Diagnose vor, werden die MitarbeiterInnen der Mobilen Demenzbegleitung in den Beratungs- und Betreuungsprozess eingebunden. Für weiterführende Betreuungsleistungen können Selbstbehalte anfallen.
Die Mobile Demenzbegleitung unterstützt und begleitet Menschen mit Demenz in ihrem gewohnten häuslichen Umfeld. Im Mittelpunkt steht der Mensch mit seiner individuellen Lebensgeschichte, seinen Ressourcen und seinen persönlichen Bedürfnissen.
Ziel der Mobilen Demenzbegleitung ist es, den Krankheitsverlauf fachlich zu begleiten, vorhandene Fähigkeiten möglichst lange zu erhalten und zu fördern, Orientierung zu geben sowie die Lebensqualität und Selbstständigkeit der Betroffenen so lange wie möglich zu bewahren. 
Die Mobile Demenzbegleitung bietet ein individuell abgestimmtes Unterstützungsangebot für Menschen mit Demenz und deren Angehörige. Bei Bedarf wird eine klinisch-psychologische Demenzdiagnostik durchgeführt. Die Ergebnisse werden anschließend im multiprofessionellen Team sowie mit den Betroffenen und ihren An- und Zugehörigen besprochen und die weiteren Betreuungs- und Unterstützungsmaßnahmen gemeinsam geplant.
Im weiteren Verlauf umfasst die Begleitung regelmäßige kognitiv aktivierende Hausbesuche, eine kontinuierliche Demenzbegleitung mit Beratung, Anleitung und Entlastung der Angehörigen. Durch regelmäßige Evaluationsgespräche wird die Betreuung laufend an die individuellen Bedürfnisse und den Krankheitsverlauf angepasst.
Ergänzend zur individuellen Betreuung stehen gruppenbasierte Angebote zur Verfügung. Dazu zählen das Gedächtnistraining für Betroffene sowie Angehörigentreffen, die den Erfahrungsaustausch fördern, Informationen vermitteln und zur Entlastung pflegender Angehöriger beitragen. Darüber hinaus werden Informationsveranstaltungen zum Thema Demenz angeboten. Diese richten sich an alle Interessierten und vermitteln Wissen über das Krankheitsbild, den Umgang mit Demenz sowie die bestehenden Unterstützungsangebote im Burgenland.
 

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Träger: Diakonie Südburgenland
Region: Oberwart, Südburgenland
Wirkungsziel: Demenzgerechte Versorgungsangebote sicherstellen und gestalten, Wissen und Kompetenz stärken, Teilhabe und Selbstbestimmung der Betroffenen sicherstellen
Kontakt:Tageszentrum für Menschen mit Demenz - Seniorengarten Oberwart - Diakonie

Der Seniorengarten Oberwart ist ein Tagesbetreuungsangebot für Menschen mit einer Demenzerkrankung. Ziel ist es, die vorhandenen Fähigkeiten und die Selbstständigkeit der TeilnehmerInnen durch aktivierende Beschäftigungsangebote möglichst lange zu erhalten sowie soziale Kontakte und die Teilhabe am Alltag zu fördern.

Die Betreuung erfolgt durch qualifiziertes Fachpersonal der Diakonie Südburgenland, das entsprechend dem demenzspezifischen Betreuungskonzept geschult wird und kann halbtags, ganztags sowie an einzelnen oder mehreren Tagen pro Woche in Anspruch genommen werden. Das Angebot umfasst ein abwechslungsreiches Tagesprogramm mit kognitiven, kreativen und alltagsorientierten Aktivitäten sowie Verpflegung. Auf Wunsch wird auch ein Hol- und Bringdienst angeboten.

Der Besuch des Seniorengartens bietet pflegenden Angehörigen eine wichtige Entlastung im Betreuungsalltag und ermöglicht den TeilnehmerInnen einen strukturierten Tag in Gemeinschaft, bevor sie in ihr gewohntes häusliches Umfeld zurückkehren.

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Träger: Land Burgenland, Diakonie Südburgenland
Wirkungsziel: Demenzgerechte Versorgungsangebote sicherstellen und gestalten, Wissen und Kompetenz stärken, Teilhabe und Selbstbestimmung der Betroffenen sicherstellen
Kontakt:Seniorenwohngemeinschaft Plus - Diakonie

Die Seniorenwohngemeinschaft PLUS „Demenz(im)Zentrum“ wurde im Jahr 2017 eröffnet und bietet in zwei Wohnggemeinschaften insgesamt 24 Wohnplätze für Menschen mit leichter bis mittelschwerer Demenzerkrankung. Diese im Burgenland einzigartige Wohnform stellt eine Alternative zur klassischen stationären Langzeitpflege dar und bildet eine Brücke zwischen dem Verbleib im eigenen häuslichen Umfeld und einem späteren Einzug in eine Pflegeeinrichtung. Ziel ist es, den Umzug in eine stationäre Langzeitpflegeeinrichtung hinauszuzögern sowie die Selbstständigkeit der BewohnerInnen möglichst lange zu erhalten. Der Aufenthalt wird vom Land Burgenland finanziell gefördert.
Voraussetzung für die Aufnahme ist eine fachärztlich bestätigte leichte bis mittelschwere Demenzerkrankung sowie der Bezug von Pflegegeld ab der Stufe 2.

Das Wohnkonzept orientiert sich am Hausgemeinschaftsmodell und schafft eine familiäre Wohnatmosphäre mit einem möglichst normalen Alltag. In den überschaubaren Wohngemeinschaften mit jeweils zwölf BewohnerInnen erleben die MieterInnen Geborgenheit, Sicherheit und soziale Einbindung. Im Rahmen ihrer individuellen Möglichkeiten beteiligen sie sich an alltäglichen Tätigkeiten wie Kochen, Einkaufen oder der Haushaltsführung. Dadurch werden vorhandene Ressourcen und Fähigkeiten gezielt gefördert und ein selbstbestimmter Alltag unterstützt. Gemeinsame Aktivitäten wie Spaziergänge, Gedächtnistraining, Gesellschaftsspiele, Musik, kreative Beschäftigungen oder Ruhephasen strukturieren den Tagesablauf und stärken das Gemeinschaftsleben.
Die Betreuung erfolgt rund um die Uhr durch qualifizierte MitarbeiterInnen, die entsprechend dem demenzspezifischen Betreuungskonzept geschult werden. Die erforderlichen pflegerischen Leistungen werden durch die Mobile Hauskrankenpflege erbracht. Ergänzend stehen verschiedene nichtmedikamentöse Therapie- und Förderangebote zur Verfügung. Diese tragen dazu bei, den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen und die Lebensqualität möglichst lange zu erhalten.
 

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Träger: Angeboten durch Soziale Dienste Burgenland GmbH
Region: Nordburgenland, Bezirk Mattersburg
Wirkungsziele: Teilhabe und Selbstbestimmung der Betroffenen sicherstellen, Demenzgerechte Versorgungsangebote sicherstellen und gestalten, Wissen und Kompetenz stärken, Rahmenbedingungen einheitlich gestalten

Die Hausgemeinschaft Demenz im Pflegewohnhaus Neudörfl ist ein spezialisierter Wohnbereich für Menschen mit einer fachärztlich bestätigten Demenzerkrankung und zumindest Pflegegeldstufe 4. Sie verfügt über 43 Pflegeplätze, davon einen Kurzzeitpflegeplatz und ist in ihrer Pflege, Betreuung und räumlichen Gestaltung auf die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Demenz ausgerichtet.
Ziel ist es, den BewohnerInnen eine wertschätzende, personzentrierte und bedürfnisorientierte Begleitung zu ermöglichen. Individuelle Gewohnheiten, Fähigkeiten und persönliche Lebensgeschichten stehen dabei im Mittelpunkt. Grundlage bildet das Normalitätsprinzip, das sich an vertrauten Lebensgewohnheiten und alltäglichen Abläufen orientiert und dazu beiträgt, Selbstständigkeit und Selbstbestimmung möglichst lange zu erhalten.
Einen besonderen Stellenwert nimmt die Validation nach Naomi Feil ein. Langfristig werden alle MitarbeiterInnen entsprechend geschult. Ergänzend kommen weitere Ansätze wie Biografiearbeit, Basale Stimulation und Aromapflege zum Einsatz. Die Zusammenarbeit mit An- und Zugehörigen ist ein wichtiger Bestandteil der Pflege und Betreuung.
Demenzspezifische Aktivierungs- und Beschäftigungsangebote unterstützen den Erhalt vorhandener Fähigkeiten und fördern die soziale Teilhabe. 
Auch die Umgebung ist auf die besonderen Anforderungen von Menschen mit Demenz abgestimmt. Beschäftigungs- und Rückzugsmöglichkeiten, Bereiche zur Sinnesanregung sowie ein demenzgerecht gestalteter Garten unterstützen Orientierung und Bewegung und bieten zugleich Raum für Ruhe und Erholung.

Allgemeine Pflege- und Betreuungsangebote, die auch Menschen mit Demenz offenstehen

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Träger: Soziale Dienste Burgenland GmbH / Pflegeservice Burgenland GmbH
Region: Burgenland
Wirkungsziele: Wissen und Kompetenz stärken, Teilhabe und Selbstbestimmung der Betroffenen sicherstellen

Informationen und Kontakt:Anstellungsmodell für betreuende Angehörige und Vertrauenspersonen - Pflege & Soziales Burgenland

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Träger: Volkshilfe Burgenland, Hilfswerk Burgenland, Caritas Burgenland, Rotes Kreuz Burgenland, Soziale Dienste Burgenland, Diakonie Burgenland
Region: Burgenland
Wirkungsziele: Wissen und Kompetenz stärken, Information breit und zielgruppenspezifisch ausbauen, Teilhabe und Selbstbestimmung der Betroffenen sicherstellen, Betroffenenzentrierte Koordination und Kooperation ausbauen
 

Information und Kontakt: Regionales Pflegestützpunktsystem - Land Burgenland
 

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Träger: Unterschiedliche Anbieter und selbstständige PersonenbetreuerInnen
Region: Burgenland
Wirkungsziele: Teilhabe und Selbstbestimmung der Betroffenen sicherstellen, Demenzgerechte Versorgungsangebote sicherstellen und gestalten

Information und Kontakt: 24-Stunden-Betreuung - Land Burgenland
 

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Träger: Unterschiedliche Trägerorganisationen und private Anbieter
Region: Burgenland
Wirkungsziele: Demenzgerechte Versorgungsangebote sicherstellen und gestalten

Information und Kontakt:Kurzzeitpflege - Land Burgenland

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Träger: Unterschiedliche Trägerorganisationen und private Anbieter
Region: Burgenland
Wirkungsziele: Wissen und Kompetenz stärken, Teilhabe und Selbstbestimmung der Betroffenen sicherstellen, Demenzgerechte Versorgungsangebote sicherstellen und gestalten

Information und Kontakt: Altenwohn- und Pflegeheime - Land Burgenland

Forschung und Qualität

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Träger: Land Burgenland
Region: Burgenland
Wirkungsziele: Rahmenbedingungen einheitlich gestalten, Betroffenenzentrierte Koordination und Kooperation ausbauen

Kontakt: Abteilung 6 – Soziales und Pflege, Referat Pflege- und Einrichtungen
Ansprechperson: Sabine Lechner, BSc, MSc, MSc,  post.a6-pgse(at)bgld.gv.at  

Die Koordination der Demenzstrategie Burgenland erfolgt durch die Abteilung 6 – Soziales und Pflege, Referat Pflege- und Einrichtungen. Zu den zentralen Aufgaben zählen die landesweite Weiterentwicklung der Demenzstrategie, die Vernetzung der beteiligten AkteurInnen, sowie die Koordination bestehender Strukturen und Angebote. Damit wird eine bedarfsgerechte, sektorenübergreifende Versorgung von Menschen mit Demenz und ihren An- und Zugehörigen unterstützt. Gleichzeitig wird die Qualität der Pflege und Betreuung durch landesrechtliche Vorgaben in Verordnungen und Richtlinien sowie durch definierte fachliche und strukturelle Qualitätsanforderungen sichergestellt und kontinuierlich weiterentwickelt.